Regionales Deutschland

Deutschland und seine regionalen Spezialitäten

21. Oktober 2011
von maddin
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Aachener Printen – ein Erbe Napoleons?

Jeder kennt sie, man mag sie, oder man mag sie nicht: Die Aachener Printen!

Aachener Printen stammen, wie es der Name vermuten lässt, aus der Region um die schöne Stadt Aachen aus Nordrhein-Westfalen. An der Grenze zu Belgien und den Niederlanden werden seit… ja seit wann eigentlich die Printen hergestellt?

Die Legender Printen – der Pakt mit dem Teufel

Der Legende nach könnte das Rezept durch einen Pakt mit dem Teufel nach einer schweren Feuersbrunst im Jahr 1656 in Aachen an einen Bäckergesellen übergeben worden sein, der als Lohn den Teufel mit den leckeren Printen so lange vollgestopft hat, bis dieser auf seinen Lohn, den Schatz der Stadt Aachen verzichtete, und voller Bauchweh in die Hölle zurückfloh. Unwahrscheinlich, aber interessant!

Die Legende der Printen – belgische Kunsthandwerker

Eine andere Geschichte besagt, dasss belgische Kunsthandwerker nach einem Krieg fliehen mussten, und sich in der nahegelegenden Stadt Aachen niederließen. Dort gingen sie ihrer Kunst nach, Gebildbrotformen herzustellen. In diesen Backformen wurden die Printen hergestellt. Klingt interessant, ist aber auch falsch!

Aachener Pletzen – Aachener Printen

Die Aachener Printen stammen tatsächlich aus Aachen. Dort wurden die Lebkuchen schon vor mehr als 1000 Jahren unter Zugabe von Honig für den reichen Adel als Bildlebkuchen gebacken. Da Honig während der napoleonischen Zeit knapp und teuer wurde, suchten die Bäcker als Ersatz Zuckerrübensirup. Der Sirup verlieh dem Gebäck eine dunkle Farbe.

Wieso heissen die Aachener Printen denn nun Aachener Printen?

Die Antwort ist ganz einfach. Die zahlungskräftige Kundschaft liess sich weiterhin Bildlebkuchen herstellen. Um eine Verwechslung mit den billigeren Pletzen zu vermeiden, nannten sie diesen Lebkuchen “Prenten”, was aus dem Wort “Prent” für “Abdruck” hergeleitet wurde.

 

 

15. Oktober 2011
von toto
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Schleswig-Holsteiner Katenschinken

Als norddeutsche Spezialität ist sicherlich der Holsteiner Katenschinken zu bezeichnen. Erstmalig erwähnt um 1608 ist der Schinken eine Spezialität mit langer Tradition, welcher schon damals den dänischen König so gut gefiel, dass er sich 50 Stück schicken ließ.

Der Schinken erhält seinen Namen durch die “Katen”, speziell der Räucherkate. Eine Kate im allgemeinen ist ein kleines dörfliches Haus, welches im landwirtschaftlichen Nebenerwerb genutzt wurde.

Die Zutaten eines Katenschinkens sind überschaubar. Hinterschinken, Buchenrauch, Salz und eine nach Hersteller anders zusammengesetzte Gewürzmischung sind alles, was zur Herstellung benutzt werden darf. Ca. vier Wochen lang wird der Schinken ständig mit Salz eingerieben, um das Wasser zu entziehen, danach wird der Schinken kaltgeräuchert. Dabei darf der Buchenrauch nicht heißer als 25 grad sein.

Aufgrund der langen Tradition und dem regionellen Bezug hat sich der Verein “Schutzgemeinschaft Schleswig-Holsteinischer Schinkenhersteller e.V” gebildet um eine geschützte geographische Kennzeichnung zu beantragen.

Eine wahre Delikatesse ist der Katenschinken als Beilage zum Spargel, aber auch für deftige Gerichte wie dem Strammen Max eignet sich der Schinken hervorragend.

15. Oktober 2011
von maddin
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Schwäbische Maultaschen – Herrgottsb’scheisserle mit Tradition

Das Schwabenland ist eine länderübergreifende Region zwischen Bayern und Baden-Württemberg. Das für seine traditionellen Speisen bekannte Süddeutschland ist der Namensgeber für eine deftige und raffinierte Nudelspezialität.

Die schwäbische Küche ist vor Allem durch ihre Maultaschen in Deutschland bekannt. Schwäbische Maultaschen sind seit Jahrhunderten eine feste Spezialität und aus dem Schwabenländle nicht mehr wegzudenken.

Die Basis jeder Maultasche ist der Nudelteig, der aus Mehl, Salz, etwas Essig und Wasser besteht. Der Nudelteig wird dann mit Spinat und Fleischbrät/Hackfleisch gefüllt und in einer Fleisch- oder Gemüsebrühe gar gekocht. Die Entstehung der ersten Maultaschen ist zeitlich nicht klar einzuordnen. Vermutlich wurden sie im 18. Jahrhundert in der Region um Maulbronn (zwischen Stuttgart und Karlsruhe) zum ersten Mal gekocht und sind ähnlich wie die italienischen Ravioli eher als Arme-Leute-Essen einzuschätzen.

Als Legende gilt die Geschichte, dass Mönche des Klosters Maulbronn kleine Nudeltaschen kreirten, die sie in der Fastenzeit mit Fleisch füllten. Daher stammt die Bezeichnung “Herrgottsbescheisserle”, da der liebe Gott das Fleisch so nicht sehen konnte.

 

15. Oktober 2011
von admin
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