Jeder kennt sie, man mag sie, oder man mag sie nicht: Die Aachener Printen!
Aachener Printen stammen, wie es der Name vermuten lässt, aus der Region um die schöne Stadt Aachen aus Nordrhein-Westfalen. An der Grenze zu Belgien und den Niederlanden werden seit… ja seit wann eigentlich die Printen hergestellt?
Die Legender Printen – der Pakt mit dem Teufel
Der Legende nach könnte das Rezept durch einen Pakt mit dem Teufel nach einer schweren Feuersbrunst im Jahr 1656 in Aachen an einen Bäckergesellen übergeben worden sein, der als Lohn den Teufel mit den leckeren Printen so lange vollgestopft hat, bis dieser auf seinen Lohn, den Schatz der Stadt Aachen verzichtete, und voller Bauchweh in die Hölle zurückfloh. Unwahrscheinlich, aber interessant!
Die Legende der Printen – belgische Kunsthandwerker
Eine andere Geschichte besagt, dasss belgische Kunsthandwerker nach einem Krieg fliehen mussten, und sich in der nahegelegenden Stadt Aachen niederließen. Dort gingen sie ihrer Kunst nach, Gebildbrotformen herzustellen. In diesen Backformen wurden die Printen hergestellt. Klingt interessant, ist aber auch falsch!
Aachener Pletzen – Aachener Printen
Die Aachener Printen stammen tatsächlich aus Aachen. Dort wurden die Lebkuchen schon vor mehr als 1000 Jahren unter Zugabe von Honig für den reichen Adel als Bildlebkuchen gebacken. Da Honig während der napoleonischen Zeit knapp und teuer wurde, suchten die Bäcker als Ersatz Zuckerrübensirup. Der Sirup verlieh dem Gebäck eine dunkle Farbe.
Wieso heissen die Aachener Printen denn nun Aachener Printen?
Die Antwort ist ganz einfach. Die zahlungskräftige Kundschaft liess sich weiterhin Bildlebkuchen herstellen. Um eine Verwechslung mit den billigeren Pletzen zu vermeiden, nannten sie diesen Lebkuchen “Prenten”, was aus dem Wort “Prent” für “Abdruck” hergeleitet wurde.